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USA
27.12.2002
De Angelis Group / Five Mile River Films Regie: Uli Edel
Darsteller:
Jeremy Sisto ... Gaius Julius Cäsar
Richard Harris ... Lucius Cornelius Sulla
Christopher Walken ... Marcus Portius Cato
Chris Noth ... Gnaeus Pompeius
Valeria Golino ... Calpurnia
Heino Ferch ... Vercingetorix
Tobias Moretti, Christian Kohlund, Ian Duncan, Jay Ordan, Nicole Grimaudo, Daniela Piazz
Zeit, in der der Film spielt: 80 v. Chr.
Beschreibung:
Fernsehfilm in 2 Teilen à 90 Minuten
Erstsendung: ARD 27. und 28.12.2002
Der Film beginnt mit Cäsars selten gezeigter Jugend und endet mit seinem Tod 44 v. Chr.
Nicht schlecht, aber unmodern. Die Zeit ist an dieser Art Geschichtsdarstellung (als Schulstunde und Abendunterhaltung) vorübergegangen. Besonders blass wirkte die Verfilmung insbesondere im direkten Vergleich mit dem kraftvollen und packenden Vierteiler, der einem anderen großen Feldherrn der Geschichte gewidmet war: "Napoleon" von Yves Simoneau, der kurz darauf im ZDF lief (vom 6.1. bis 13.1.2003).
Edel macht denselben Fehler, den viele Geschichtsfilme schon vor ihm gemacht haben: Er hakt die biografischen Eckdaten der Reihe nach ab, ohne sie in eine dramaturgische Gesamtaussage einzubetten. Das bloße Aneinanderreihen von historischen Episoden bietet aber keinen Ansatz, Cäsars Zeit und seine Handlungsweise besser zu verstehen (so wie es einige Jahre später der Serie Rom gelingen wird).
Noch dazu hat man sich allzuviele aufwändige Bauten und Originalschauplätze gespart und stattdessen möglichst häufig das (allerdings wirklich schön rekonstruierte) Forum Romanum als Kulisse genutzt. Damit bringt der Film sich (unter anderem) auch um die Pointe, dass Cäsar ja im Theater seines Feindes Pompejus getötet wurde. Das mag nur ein Detail sein - aber darf man die Richtigkeit solcher Details nicht eigentlich von einem (noch dazu sehr teuren) Film erwarten, der ganz und gar einer bedeutenden historisch Person gewidmet ist?
So bleibt das Fazit: historisch nicht besonders genau, keine besonders neuen Einblicke - und über weite Strecken auch nicht besonders unterhaltsam. Wozu also wurde der Film dann gedreht? Den Menschen Cäsar wollte Edel zeigen.
Ob das als Anlass für drei Stunden Monumentalfilm reicht?
Jeremy Sisto war der Kirch-Turner-Jesus (1999)
Chris Noth spielte Mr Big in "Sex in the City" und einen Ermittler bei "Criminal Intent".
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