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  Gladiator

 

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USA

2000

Dreamworks + Universal

Regie: Ridley Scott


Darsteller:

Russel Crowe ... Gladiator / General Maximus
Richard Harris ... Kaiser Marc Aurel
Joaquin Phoenix ... Kaiser Commodus
Connie Nielsen ... Lucilla, seine Schwester
Oliver Reed ... Proximo, Leiter der Gladiatorenschule
Derek Jacobi ... Senator Gracchus
Djimon Hounsou ... Juba
David Schofield ... Falco
John Shrapnel ... Gaius
Tomas Arana ... Quintus
Ralf Möller ... Hagen, Gladiator
Spencer Treat Clark ... Lucius
David Hemmings ... Cassius
Tommy Flanagan ... Cicero
Giannina Facio ... Maximus' Frau
Giorgio Cantarini ... Maximus' Sohn


Crew:

Drehbuch ... David Franzoni, John Logan, William Nicholson
Produktion ... David Franzoni, Branko Lustig, Douglas Wick
Kamera ... John Mathieson
Schnitt ... Pietro Scalia
Art Direction ... Arthur Max
Kostüme ... Janty Yates
Musik ... Lisa Gerrard, Hans Zimmer

gedreht 1999 u.a. auf Malta (Colosseum) und in Tunesien (Gladiatorenschule)


Zeit, in der der Film spielt: 192 n. Chr.


Beschreibung:

154 Minuten
deutscher Kinostart: 25.5.2000



Kurzinhalt:
Unter Kaiser Commodus fällt Feldherr Maximus in Ungnade und muss als Gladiator arbeiten. So bekommt er Gelegenheit zur Rache...



Kritik:
Der sensationell erfolgreiche Film weckte beim Publikum um die Jahrtausendwende großes Interesse an der klassischen Antike - und an weiteren Monumentalfilmen: Das ganze folgende Jahrzehnt kamen in kurzen Abständen zahlreiche bemerkenswerte Großproduktionen mit antikem Inhalt in die Kinos. Alleine dafür hat der Gladiator sich schon einen Ehrenplatz verdient.

Entsprechend viel ist seither über den Film geschrieben worden. Unsere Meinung ist: Trotz des ganzen Aufwandes haben wir hier in erster Linie einen modernen, sehr durchdachten Actionfilm vor antikem Hintergrund.
Alle Personen haben klare Motive, die Gewalt- und Action-Szenen werden sinnvoll eingesetzt, und das Ende ist ebenso nachdenklich wie interessant - allerdings hat das Ganze mit den historischen Fakten natürlich herzlich wenig zu tun.

Das gilt auch für die Ausstattung: Die Bilder sind eindrucksvoll - allerdings sind sie keine exakte Rekonstruktion des antiken Rom (außer vielleicht das Kolosseum), sondern beruhen ausnahmslos auf Rom-Gemälden der Jahrhundertwende (z.B.: Commodus sitzt auf einem Thron aus der Zeit Napoleons).
Das ist ausgesprochen ärgerlich, denn die technischen Möglichkeiten, am Computer praktisch jede Kulisse erzeugen zu können, und auch das Wissen über die Antike waren noch nie so groß wie jetzt: Es ist nicht nachvollziehbar, dass man bei solchen Filmen nicht darauf zurückgreift. Damit wurde die Chance, einem großen Publikum ein auch nur halbwegs realistisches Bild vom alten Rom zu zeigen, wieder mal vertan.

Was bleibt, sind fast drei Stunden spannende Unterhaltung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.





Fakten:
* Die Computer-Animationen vom alten Rom stammen von der Mill Film aus London und wurden später für Sphinx: Spartacus - Gladiator gegen Rom (ZDF 2002) und Colosseum - Arena des Todes (BBC 2003) noch einmal verwendet. In dem Sphinx-Film sind Mitarbeiter der Firma bei der Arbeit an Gladiator zu sehen.