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Italien
1964
Splendor Regie: Luigi Capuano
Darsteller:
Mickey Hargitay ... Fabius
Livio Lorenzon ... Geiserich, der Vandalenfürst
Crew:
Drehbuch ... Luigi Capuano, Arpad DeRiso, Roberto Gianviti
Kamera ... Raffaele Masciocchi
Schnitt ... Antonietta Zita
Art Direction ... Giuseppe Ranieri
Kostüme ... Elio Micheli
Musik ... Giuseppe Piccillo
Zeit, in der der Film spielt: 455 n. Chr.
Beschreibung:
90 Minuten
Kurzinhalt:
Schließt inhaltlich an Attila, die Geißel Gottes (1954) an: Unter Kaiser Valentinian kämpft Rom immer noch gegen die Vandalen. Nach militärischen Misserfolgen soll eine Heirat auf höchster Ebene das Schlimmste verhindern. Eine trügerische Hoffnung...
Kritik:
Plus: Die Filmhandlung folgt der These: Was schiefgehen kann, geht auch schief. Das erzeugt streckenweise durchaus Spannung, da die Hauptfiguren ständig schier ausweglosen Situationen landen. Auch hält der Film insgesamt ein verhältnismäßig hohe Tempo und erzählt seine Story kurzweilig und wendungsreich.
Minus:: Das Ganze leidet allerdings unter seiner allzu billigen Ausstattung und der uninspirierten Inszenierung.
Fakten:
* Auch in diesem Film finden wir wieder das beliebte Motiv, dass ein verlassenes Kind zwischen flüchtenden Menschen umherirrt. Kaum ein italienischer Film mit Flucht und Chaos, in dem es nicht einen Schnitt auf ein alleingelassenes Kind gibt, das von den Flüchtenden achtlos stehen gelassen wird. Den kinderlieben Italienern geht soetwas wohl besonders ans Herz.
* historische Fakten zu Valentinian III und Aetius findet man in unserer Beschreibung von Attila, die Geißel Gottes (1954).
Ausführliche Inhaltsangabe:
Am Hofe Valentinians III in Rom. Soldat Fabius, der Sohn des Heerführers Aetius, techtelt mit Priscilla, der Tochter des Kaisers herum. Der Kaiser hält sich den Geschichtsschreiber Gabinius, der seine Taten in einem großartigen Werk verewigen soll. Doch Gabinius und Fabius dienen ihm bei Tage und hintergehen ihn bei Nacht: Gabinius führt eine Gruppe Aufständische an, darunter Fabius (und die Gladiatoren, auf die sich der Titel bezieht). In ihrem Geheimversteck bereiten sie ihre Befreiungsaktionen von politischen Gefangenen vor. Ähnlich wie Robin Hood nehmen sie Getreide von den Reichen und geben es den Unterdrückten.
Diese Politik zeitigt jedoch kaum greifbare Ergebnisse. Lieber würden sie das Übel an der Wurzel packen und Valentinian durch den populären Heerführer Aetius ersetzen. Fabius verspricht, sich dafür einzusetzen – doch das wird schwierig, da Aetius gerade Krieg gegen den Barbaren Geiserich führt, der Rom erobern will.
Im Lager wird Aetius etwas Seltsames gemeldet: Die Getreidelieferung wurde unterwegs von den Vandalen überfallen. Wie konnte ihnen das gelingen, wo Ort und Zeit des Transportes doch geheim gehalten wurden? Ein Verräter an der Heeresspitze? Die Römer können die Versorgungswagen zum Glück zurückerobern, bevor die Vandalen sie vergiften können.
Wir sehen nun, dass dieser Überfall von der Kaiserin Calpurnia angezettelt wurde. Sie hat gute Gründe: Sollte Aetius siegen, wird das Volk ihn zum neuen Kaiser machen und sie wird dessen erstes Opfer. So paktiert sie mit Geiserich, dass er Aetius vernichte. Sie gab ihm die Information, wann und wo die Getreidelieferungen abzufangen sind. Nun, da das schief gegangen ist, schickt sie Boten zu Geiserich, um ihm die Kaiserkrone anzubieten.
Geiserich geht darauf ein. Er sieht ein, dass die Römer zwar geschwächt, aber immer noch sehr mächtig sind. Ein Weg, kampflos und rechtmäßig zu dauerhaftem Einfluß kommen, ist auf alle Fälle besser. Er vereinbart also mit den Boten, dass er seinen Sohn Wilfried mit Priscilla, Valentinians Tochter, verheiraten wird. Bei Valentinians Tode wird dieser Sohn dann rechtmäßiger Kaiser von Rom. Valentinian wird angesichts der Bedrohung durch die Barbaren kaum sein Einverständnis in die Ehe verweigern. Der Sohn findet Gefallen an dem Gedanken – will Priscilla aber vorher sehen.
Also besucht er sie heimlich in einer christlichen Kirche. Dummerweise wird er erkannt - schnell verrät er seine Heiratsabsichten, um zu demonstrieren, dass er als Freund kommt. Da verlangt der Priester, dass Wilfried sich taufen lässt. Doch darauf lässt Wilfried sich nicht ein - er schnappt sich Priscilla und flieht.
Glücklicherweise haben die Römer ja noch Fabius, der ihn sofort verfolgt. In der Umgebung von Rom greift er Wilfried an und befreit Priscilla.
Zurück im Lager tobt Wilfried: Diese Idee mit der Ehe war ganz sicher nur eine List, mit der die Römer Zeit gewinnen wollten. Er drängt, Rom anzugreifen, die Stadt zu plündern (und die Frauen mitzunehmen). Geiserich greift also das kriegsmüde römische Heer unter Aetius an.
In Rom bricht Chaos aus. Valentinian ist alleine, seine Entourage ist geflohen. Der Geschichtsschreiber meint, das sei nun die große Stunde des Kaisers. Er rät, das Volk zum entschlossenen Widerstand gegen die Barbaren aufzurufen. Doch Valentinian ist schwach.
Priscilla und Fabius ahnen nichts davon. Sie sind in der Höhle der Verschwörer in den Bergen. Der Geschichtschreiber eilt zu ihnen und klärt sie über die Lage auf: Aetius, der Vater des Fabius, ist schwer verwundet und hat sich in sein befestigtes Lager zurückgezogen.
Fabius eilt zu ihm – aber da liegt Aetius schon im Sterben. Fabius nimmt seinen Platz ein und bietet den Soldaten an, zu gehen, wenn sie fliehen wollen. Wer aber kämpfen will, mag bei ihm bleiben.
Fabius führt das Heer gegen Geiserich - und verliert
Geiserich findet Aetius‘ Leiche und bestattet sie mit allen Ehren eines Kriegshelden. Wilfried will von Fabius wissen, wo Priscilla steckt. Fabius schweigt, auch unter Folter. Einer der Verschörer hatte mitgekämpft und konnte von der Schlacht fliehen. Er eilt in die Höhle und warnt Gabinius und Priscilla. Sie zögert nicht – und reitet ins Lager der Barbaren. Da bietet sie sich als Wilfrieds Eheweib an. Fabius ist frei.
Bei der Hochzeit ahnt Geiserichs Wahrsager großes Unheil. Wilfried zeigt sich derweil als schlechter Sieger: Er heiratet Priscilla – und läßt Fabius kreuzigen. Als Blutopfer für seine Götter – und zynische Anspielung auf den Christengott. Doch Gabinius und seine Leute haben Priscilla keine Minute aus den Augen gelassen. Nun verlassen sie ihr Versteck und befreien Fabius vom Kreuz. Die Barbaren greifen an – doch diesmal fällt Wilfried. Geiserich eilt zu seinem Heer – und führt dieses nach Rom.
Fabius und Priscilla sind wieder vereint – und sehen eine lange Prozession von Flüchtenden aus Rom kommen. Ihnen voran geht der Bischof. Er meint, die Barbaren hätten Rom erobert. Aber es sei nicht alles verloren. Von Rom aus wird wieder ein neues Licht in die Welt strahlen, das den Menschen Hoffnung und Zuversicht gibt. Priscilla und Fabius schließen sich dem Zug an. Die Kamera schwenkt auf die mitgeführten Kruzifixe – Ende.
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