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Deutschland
1921
Ernst Lubitsch-Film für die Europäische Film-Allianz Regie: Ernst Lubitsch
Darsteller:
Emil Jannings ... Pharao Amenes
Dagny Servaes ... Theonis, seine Geliebte
Paul Wegener ... Samalak, König von Äthiopien
Lyda Salmonova ... Makeda, seine Tochter
Harry Liedtke ... Ramphis
Albert Bassermann ... Sotis, derBaumeister
Paul Biensfeldt ... Menon, der Berater
Friedrich Kühne ... der Hohepriester
Crew:
Drehbuch ... Norbert Falk, Hanns Kraly
Produktion ... Ernst Lubitsch, Paul Davidson
Kamera ... Theodor Sparkuhl, Alfred Hansen
Art Direction ... Ernst Stern, Kurt Richter
Kostüme ... Ernst Stern, Ali Hubert, Ernö Metzner
Zeit, in der der Film spielt: 1550 v. Chr.
Beschreibung:
Stummfilm, Schwarzweiß
Es existieren noch ca 115 Minuten im Filmmuseum München.
Das Jahr 1922 stand ganz im Zeichen der Ägyptomanie, da Carter gerade das Grab Tut-Ench-Amuns entdeckt hatte. Leider spiegelt die prunkvolle Ausstattung mit den zahlreichen Massenszenen die neu gewonnenen Erkenntnisse nicht wieder. Der Film wirkt monumental, aber nicht authentisch. Sein Erscheinungsbield verweist eher auf plüschige Antikenbilder des 19. Jahrhunderts als auf die wilden 20er Jahre.
In dieser Zeit entstanden in Deutschland übrigens mit ausländischem Geld zahlreiche aufwändig ausgestattete Monumentalfilme: Der Wechselkurs war günstig und Deutschland ein Billiglohnland. Bühnenbildner und Statistenheere waren daher nicht so teuer wie in anderen Ländern (nach dem Krieg wanderten aus diesem Grunde solche Filme erst nach Italien und dann nach Marokko und Mexiko). Auch die Paramount kaufte diesen Film günstig ein und ebnete damit den Weg zu Lubitsch's legendärer Hollywood-Karriere.
Inhalt:
Der (fiktive) Pharao Amenes weist die äthiopische Prinzessin Makeda zurück und heiratet ihre Dienerin Theonis. Daraufhin erklärt Äthiopien den Ägyptern den Krieg. Da Theonis eigentlich den Ramphis liebt, läßt Amenes sie einmauern, damit sie nicht fliehen (oder ihm untreu werden) kann.
Amenes verliert die Schlacht (gedreht in den Sand-Dünen von Berlin-Steglitz), doch Ramphis kann die Äthiopier besiegen. Er befreit Theonis und wird neuer Pharao. Leider kommt nun der totgeglaubte Amenes zurück. Listig macht Ramphis ihm ein Angebot: Amenes darf wieder an die Macht, wenn Ramphis dafür Theonis behalten darf. Doch sie haben die Rechnung ohne das Volk gemacht, das eigentlich froh war, den Tyrannen Amenes endlich los zu sein: Es steinigt die drei kurzentschlossen.
Historische Fakten
Die Geschichte ist natürlich frei erfunden. Feldzüge nach Nubien (Sudan und Äthiopien) gab es aber seit Athotis II (2960 vor Christus). Etwa 1700 bis 1550 vor Christus gab es in Nubien einen eigenen Staat, das Königreich von Kerma, das entfernte Ähnlichkeit mit den im Film gezeigten Äthiopiern hatte. Diese Kultur wurde durch die Eroberungsfeldzüge von Thutmosis I (1450 vor Christus) ausgelöscht.
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